Dokumentationen

Schule und Hochschule lehren, dass der Markt jedem Bedürfnis offen steht und das Geld das Mittel ist, sich in ihm nach Herzenslust zu bedienen. Bereits ein Blick auf die kapitalistische Realität lässt erhebliche Zweifel an der Stimmigkeit dieses Urteils aufkommen: Wie kann das Geld ein Mittel sein, das den Konsumenten gemäß ihrer Bedürfnisse zur Verfügung steht, wenn die meisten von ihnen permanent über Geldmangel klagen und wenn sogar offiziell von Kinder-, Jugend-, Single- und Altersarmut die Rede ist? Daneben gibt es natürlich immer wieder Kritik an den Tauschbeziehungen der Marktwirtschaft: Sie reicht von der Schelte über die Geldgier der Verkäufer bis zum Befund, dass der Käufer sich auf dem Markt dem "Konsumterror" hingebe. Daneben finden sich aber auch prinzipielle Kritiken, die das Lob des Marktes auf den Kopf stellen; z.B. die, dass der Tausch eine bedürfnisfeindliche Angelegenheit sei, weil das Eigentum der Verkäufer an den Waren den Ausschluss der Konsumenten von den Mitteln ihrer Bedürfnisbefriedigung bedeutet. Doch auch diese Kritik trifft die Sache nicht: Werden die Massen an Waren denn nur zu dem Zweck produziert, dass man sie im Schaufenster beglotzt? Absurd! Und lebt nicht die kapitalistischen Gesellschaft immer auch davon, dass Bedürfnisbefriedigung allenthalben stattfindet? Wie sollte sie sich sonst beständig und ziemlich nachhaltig reproduzieren?

Ort: 
Hamburg
Datum: 
Dienstag, 12. April 2016
  • Was ist los, wenn Mario Draghi die Geldmärkte flutet und dabei in Billionen rechnet? Das Geld, um das sich in dieser Gesellschaft alles dreht, das alle Leute verdienen müssen und nie geschenkt bekommen, kann die EZB offenbar nach Bedarf schöpfen. Worin besteht dieser Bedarf – und was sagt es über dieses Geld, wenn ein politisches Machtwort es erschaffen kann?
Ort: 
Berlin
Datum: 
Dienstag, 19. April 2016

Spätestens seit der großen Finanzkrise weiß jedes Kind, dass Banken und Börsen für die globale Wirtschaft unverzichtbar sind und dass die Wallstreet mit ihren Kursen und Ratings der Nabel der modernen Welt ist. Davon, dass die Geschäfte der Finanzhäuser und ihrer Investoren aufgehen, hängen Wohl und Wehe des ganzen Rests ab. Soviel steht fest. Aber ...

Ort: 
Nürnberg
Datum: 
Donnerstag, 3. März 2016

Die Anschläge vom November mit 130 Toten machen den „Islamischen Staat“ endgültig zum Feind von „uns allen“ – den Franzosen, den Europäern, ja der zivilisierten Menschheit, zu einem Feind, der seine Vernichtung nicht nur verdient, sondern zum allgemeinen Bedürfnis macht. Der antiwestliche Terror der Dschihaddisten schließt oben und unten, Staatsmacht und regiertes Volk im Westen perfekt zusammen.

Ort: 
Nürnberg
Datum: 
Donnerstag, 21. Januar 2016

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