Krieg und Frieden

Es gehört zu den Gemeinplätzen der historischen Bildung, dass die Zeiten großer Krisen des Kapitalismus kriegsträchtig sind; dass Krise zu Krieg „führt“. 2014, das siebte Jahr der globalen Finanzkrise scheint die Regel zu bestätigen:

Die Finanzmärkte sind halbwegs stabilisiert. Die Schulden der Banken und Staatshaushalte sind nicht geringer geworden – im Gegenteil; nun aber werden sie von Investoren wieder als Geldanlagen akzeptiert und gekauft. In Amerika, Deutschland und Teilen der EU gibt es ein kleines Wirtschaftswachstum. Das beruht allerdings ebenso wie die Haltbarkeit der Schulden ganz auf den außerordentlichen Garantien der Zentralbanken in New York und Frankfurt und der gigantischen Kredit- und Geldschöpfung, mit der sie diese Garantien untermauern. Jede Andeutung der FED oder EZB, zu normalen Usancen der Geldpolitik zurückkehren zu wollen, lässt Investitionen und Wachstum wieder abstürzen.

Ort: 
Nürnberg
Datum: 
Donnerstag, 3. Juli 2014
Aktualisierte Fassung in besserer Audio-Qualität.
 
Einleitung: Feindbild „Putin“ als Sicht der Ukrainekrise
Teil 1: Welche Ansprüche Russlands und des Westens kollidieren? Der westliche „Anspruch“ Staatenordnung
Teil 2: Die Doppelstrategie von friedlicher Eroberung unter Einbindung von Russland endet an ihrer Wahrheit: Die Untergrabung der Macht RUS zwecks Unterordnung kontert RUS mit Macht
Teil 3: Wie läuft gegen Russland der Übergang des Westens zur Feindschaft und worin besteht dieser Übergang?
Ort: 
Bielefeld
Datum: 
Mittwoch, 2. Juli 2014

Vom technischen Standpunkt aus betrachtet, kommt die bei den Bürgern beliebte „Energiewende“ weg von Atomkraft, Kohle, Öl und Gas hin zu den erneuerbaren Energiequellen gut voran: Windräder, Solarkollektoren und Biogasanlagen produzieren heute schon mehr Strom, ersetzen also schon mehr konventionelle Energieträger als ursprünglich geplant.

Ausgerechnet der gute Fortschritt macht nun Probleme. Das verrät, dass die technische Umstellung der Energieversorgung unter ganz anderen Berechnungen und Zielvorgaben steht als bloß der Vermeidung von klimaschädlichen Emissionen. Die wäre ja auf gutem Weg.

Ort: 
Nürnberg
Datum: 
Donnerstag, 5. Juni 2014

Gliederung des Vortrages:

0 Die hohen Titel und die wirklichen politischen Ziele nationaler Energiepolitik
Woran man sich bei deutscher Energiewendepropaganda halten sollte
I Die Ziele nationaler Energiepolitik - Versorgung des nationalen Kapitalismus: ein Offenbarungseid über den Gegensatz von Versorgung und Geschäft
II Die staatliche Energiepolitik - Der Staat macht's möglich: Versorgung fürs Geschäft und durchs Geschäfts – eine politische Daueraufgabe von der Kohle bis zum Atomstrom
Ort: 
München
Datum: 
Dienstag, 13. Mai 2014

Es funktioniert auf Ansage: In ihren feierlichen Reden zum Jahreswechsel haben Kanzlerin und Bundespräsident festgestellt, Deutschland sei einfach zu groß, um bei internationalen Krisen eine untergeordnete Rolle zu spielen, und sie haben „mehr deutsche Verantwortung“ und aktiveres Eingreifen angekündigt. Wenige Monate später haben sie in der Ukraine die – nach eigener Auskunft – schlimmste Krise in Europa seit dem Mauerfall vom Zaun gebrochen; so schlimm, dass manche von einem neuen kalten oder gar heißen Krieg warnen. Schuld daran ist, wie stets, die andere Seite: Erst der ukrainische Präsident Janukowitsch, der seine Unterschrift unter das Assoziationsabkommen mit der EU verweigert hat, dann die russischsprachigen Landesteile im Süden und Osten der Ukraine, schließlich und vor allem Putins Russland.

Ort: 
Bremen
Datum: 
Dienstag, 25. März 2014
Nicht einmal einer Handvoll von Asylsuchenden, die in Hamburg oder München mit Hungerstreiks oder Kirchenasyl auf ihre Lage aufmerksam machen, soll ein dauerhaftes Bleiberecht eingeräumt werden.
Das wäre das falsche Signal: Lässt man hundert Menschen heute herein, stehen morgen hundert Millionen vor der Tür! 
So argumentieren Politik und Öffentlichkeit. Europa schreibt einen ganzen Kontinent und seine Menschen ab, und zwar aus der Pose des überforderten Samariters, der schon mit seiner bloßen Flächenausdehnung den Abermillionen von Elendsgestalten nicht gewachsen sein kann.
Die so ins Licht gerückte Rolle des gutwilligen, aber ohnmächtigen Helfers unterschlägt allerdings die Hauptsache, nämlich die Rolle des mächtigen Täters:
Europa ist mit seinem grenzüberschreitenden Kapitalismus eine der wesentlichen Ursachen für die elende Lage der Menschen in Afrika und Produzent Nummer eins für deren Fluchtgründe.
Ort: 
Regensburg
Datum: 
Mittwoch, 19. Februar 2014

Seiten

Krieg und Frieden abonnieren