„Im Übrigen fängt Kritik nicht damit an, ...

... daß sie an sich die kri­tische Frage stellt, ob sie weitergeht, praktisch und konstruktiv ist. Sie beginnt damit, daß man sich Rechenschaft ablegt darüber, woher all das kommt, was man als Belästigung und Schaden wahr­nimmt. Wer auf das bißchen Ursachenforschung verzichtet, vertut sich womöglich im Engagement, sucht sich Ort, Zeit und Adressat wie Gegner seiner Bemühungen verkehrt aus. Dann vergeht seine Ju­gend, und er war in Gorleben zelten, hat seine Zeit im Frauenbuchladen verplempert und Grüne gewählt, während die Klassengesellschaft funktioniert, daß es kracht.“ (Die Klassen (II), MSZ - Gegen die Kosten der Freiheit)

Angebot eines regelmäßigen Diskussionstermins in Bremen

Um sich die nötige Klarheit zu verschaffen über die aktuellen Affären in Politik und Wirtschaft und deren Besprechung in der demokratischen Öffentlichkeit, bietet Argudiss einen Diskussionstermin an. Momentan findet die Diskussion in der Regel digital via discord alle 14 Tage statt. Manchmal treffen wir uns auch vorort.

Nähere Informationen wie Thema und Zeitpunkt dieser Diskussionsrunde gibt es auch regelmäßig über einen E-Mailverteiler. Um sich in den E-Mail-Verteiler einzutragen, muss man eine E-Mail an diskussion@argudiss.de schicken.

Bild vom Frontcover des aktuellen GegenStandpunktArgudiss empfiehlt:
GegenStandpunkt 3-26
Politische Vierteljahreszeitschrift

Darin unter anderem:

 

Der GegenStandpunkt-Verlag schreibt einleitend zu dieser Ausgabe:

Die europäischen Friedensmächte haben derzeit viel zu tun in Sachen Krieg.

Erstens in der Ukraine, wo sie die bösartigen Versuche Trumps, den Krieg in der Ukraine zu beenden, nach Kräften hintertreiben: Sie übernehmen v.a. die finanziellen Kosten des Krieges, um die Ukraine zu befähigen, immer weiter alle anderen Kosten zu ertragen, und sie nehmen sie vorsorglich unter die besitzergreifende ‚zivile‘ Obhut ihrer EU. So wird aus dem Ukraine-Krieg immer mehr ein echt europäischer Krieg, von dem die regierenden Damen und Herren von London bis Berlin darum mit größtem Recht sich und aller Welt verbieten, ihn „Stellvertreterkrieg“ zu nennen.

Zweitens im Persischen Golf, wo die USA für einen Frieden nach MAGA-Vorgaben einen Krieg auf MAGA-Art führen. Das Schlimme an dem ist, dass die Europäer „nicht gefragt worden“ sind. Auch und gerade die beiden Mächte Großbritannien und Frankreich, die da hinten seit längerem mit eigener Militärpräsenz und vielen Ansprüchen eingenistet sind. Die dürfen sie jetzt gegen alle anderen verteidigen, also die Gelegenheit wahrnehmen, sich in den jetzigen Krieg für den späteren Frieden wieder einzumischen; das nennen sie „Verantwortung“, die für respektable Mächte vor allem darin besteht, bei Krieg und Frieden stets dabei zu sein – mit Gewalt, wie denn sonst.

Derweil hilft die deutsche Regierung ihrem Volk weiter tatkräftig dabei, sich in der ‚neuen Ära‘ mit ihren Kriegen, die man nicht scheuen darf, einzufinden: Mit Reformen macht sie ihm Beine, verlangt von ihm mehr Leistung fürs Wachstum und streicht Sozialstaatsleistungen, die der Kanzler als Folgen einer „Wohlstandsillusion“ beschimpft, die von gestern sei. Das Schöne für alle Betroffenen: Sie werden permanent mit der Frage behelligt, ob der Kanzler sich bei ihrer Verarmung auch ordentlich Mühe gibt, niemand ungeschoren davonkommt, also die Regierung beweist, dass sie regiert, weil dafür eine funktionierende Demokratie schließlich da ist.

Kritik von links gibt es auch, denn wie gesagt: Demokratie. Die Linke hat ihren „Klassencharakter“ wieder entdeckt und sagt den Betroffenen der ‚neuen Ära‘, dass sie einerseits systembedingt nichts zu lachen haben, wenn der Kapitalstandort Deutschland kriegsertüchtigt wird. Andererseits sollen sie gefälligst „Hoffnung“ schöpfen, denn die Partei ist an ihrer Seite: als wählbare Alternative, die sich um ihre Sorgen kümmert, diese also im nationalen Politkonsens irgendwie unterbringt, wenn sie an der Macht ist. Immer mit dem Versprechen an den Rest der Nation, dass dieser Konsens so erst richtig vorankommt. Und der lautet derzeit: Die Alternative von ganz rechts verhindern! Mit antirechter Sozialfürsorge „gesellschaftliche Spaltung“ verhindern, die das feine Deutschland auch nach linker Auffassung nicht verdient und bei seinem Aufbruch in die ‚neue Ära‘ auch wirklich nicht gebrauchen kann: zu einer solchen Linken kann sich Deutschland nur beglückwünschen, und Die Linke sich zu ihrem Oppositionsgeist, der verantwortungsvoller nicht sein könnte.


Vertrieb & Bestellinformationen
Das Inhaltsverzeichnis sowie einige Artikel sind kostenlos online verfügbar. Der GegenStandpunkt ist als Printausgabe für 15 € beim Verlag und auf unseren Veranstaltungen sowie in untenstehenden Buchhandlungen erhältlich. Der GegenStandpunkt ist auch digital für 10 € in den Formaten pdf, epub und mobi beim Verlag erhältlich. 

Bezugsquellen in Bremen:
Buchladen im Ostertor, Fehrfeld 60, 28203 Bremen
Buchladen i. d. Neustadt, Lahnstraße 65b, 28199 Bremen
Universitätsbuchhandlung, Uni, 28359 Bremen
P & B Hauptbahnhof Bremen, Bahnhofsplatz 15, 28195 Bremen

Veranstaltungsdokumentation

Die Brandmauer zwischen rechts und ganz rechts

Datum
Ort
Bremen
Veranstalter
Argudiss
Dozent
Ein Redakteur des GegenStandpunkt-Verlages

Deutschland im Widerstreit zweier Fassungen von nationalem Notstand

Das wichtigste Bauwerk Deutschlands im Jahr 2026 ist „die Brandmauer“. Die brauchen die regierenden Christdemokraten gegen die AfD, weil diese Hüter alles demokratisch Guten und Schönen sonst selber nicht mehr wissen, was sie auf so vielen Politikfeldern von der als „undemokratisch“ ausgegrenzten Alternative noch trennt.

Trumps Zollkrieg - US-Imperialismus 2.0

Datum
Ort
Bremen
Veranstalter
Argudiss
Dozent
Ein Redakteur des GegenStandpunkt-Verlages

Dass „wir“ Trump nicht leiden können, ist in Deutschland und Europa ausgemachte Sache in den etablierten Kreisen von Politik und Öffentlichkeit. Letztere bewährt sich darin, alle Register der Hetze zu ziehen, mit der sie bisher eher die Unholde östlicher und südlicher Weltgegenden dem Publikum zwecks herzlicher Verachtung nahegebracht hat.