Die Gewerkschaft tritt als Gegenmacht gegen das Kapital an und behauptet zugleich, die allein zuständige Organisation zur Sicherung einer „gerechten Arbeitswelt“ (DGB) zu sein. Da stellen sich schon einige Fragen: Fehlt es den Lohnarbeitern an gesichertem und ausreichendem Verdienst oder an Gerechtigkeit? Muss eine Gewerkschaft, die „die Arbeitswelt“ insgesamt „gerechter“ gestalten will, nicht auch die Interessen der Unternehmer berücksichtigen? Gibt das Motto vom 1.Mai 2026 die Antwort darauf: „Erst unser bezahlbares Leben, dann eure Profite.“? Ist das die Lehre aus langer Gewerkschaftsarbeit, dass sich „ein Arbeiterleben ohne Angst um die Zukunft“ (DGB) mit dem Profitinteresse der Unternehmer verträgt? Warum muss dann dafür Jahr für Jahr aufs Neue gekämpft werden?
Diese und andere Fragen zum Wirken der deutschen Gewerkschaft sollen auf einem zweitägigen Workshop geklärt werden:
Der Workshop findet am 29. und 30. August in Bremen jeweils von 12h bis 17h statt. Anmelden kann man sich über folgende E-Mail: kritik2026@posteo.de. Gebt bei der Anmeldung an, welchen Workshop ihr besuchen wollt und ob ihr einen Schlafplatz in Bremen braucht. Der Tagungsort und das Material werden euch dann zugeschickt.