Archiv der Vorträge

Mehr "Versorgungssicherheit" und weniger "Abhängigkeit" - das raumgreifende Programm deutsch-europäischer Energiepolitik (Teil 2)

Datum
Ort
Bremen
Veranstalter
Argudiss
Dozent
Gastreferenten der Zeitschrift GegenStandpunkt

Deutschland ist laut Auskunft herrschender Politiker nicht nur ein “rohstoffarmes Land”, sondern auch einer der größten “Energie-Verbraucher” der Welt. Womit soviel schon klar ist: Die Befriedigung eines so umfassenden nationalen Energiebedarfs ist eine politische Herausforderung. Hier findet einmal nicht “die Wirtschaft in der Wirtschaft” statt; hier erklärt sich der Staat ausdrücklich für zuständig, mit Geld und Macht für “Versorgungssicherheit” zu sorgen. Bescheidenheit ist da nicht angesagt: Die Ansprüche, die deutsche Politiker an die nationale Energieversorgung stellen, sind nämlich die einer Weltwirtschaftsmacht.
Energiepolitik ist Standortpolitik; sie dient dem nationalen Kapitalwachstum und dessen internationaler Konkurrenzfähigkeit.
Der Staat sorgt für

Nationalismus und Patriotismus - Deutschland im WM-Fieber. Das Volk spielt schwarzrotgold verrückt. Politik und Presse sind begeistert: "Endlich werden die Deutschen normal!"

Datum
Ort
Nürnberg
Dozent
Peter Decker

Hätten Sie's gedacht, dass so etwas in Deutschland möglich ist – dem Land der Krise, des Sozialabbaus, des Angstsparens und der Miesepetrigkeit? Im Ton des Triumphes bekommt das Volk über alle Medienkanäle Beweise seiner nationaler Gesundheit vor Augen geführt, damit auch der Letzte kapiert, was angesagt ist: Jetzt drehen wir durch – so wunderbar, wie wir es bisher, neidvoll und erstaunt, bei Amis, Türken, Italienern und eigentlich allen anderen Nationen haben bewundern müssen. Nationalflaggen an Autos und Wohnungsfenstern wie zuletzt unter Adolf, in Nationalfarben bemalte, in die Flagge gehüllte Idioten, die Siege der deutschen Elf fordern und sich überglücklich geben, wenn sie eintreten; ebenso gut spielen sie stolze Gastgeber der Welt, die bei Freunden ist.

Lohnsenkung als Staatsprogramm: Kombilohn, Mindestlohn, Investivlohn… Der Lohn ist Standortfaktor und kein Lebensmittel

Datum
Ort
Frankfurt
Dozent
Prof. Dr. Freerk Huisken

Weitere Publikationen zum Thema:

Artikel zum Lohn und seiner politischen Betreuung finden sich im Archiv des GegenStandpunkt-Verlages und im Themenbereich Arbeit, Kapital und Sozialstaat in dem Archiv von argudiss.

 

Gesundheitswesen & Gesundheitsreform im Kapitalismus - Wie der Staat den Verschleiß seines Arbeitsvolkes therapiert

Datum
Ort
Regensburg
Veranstalter
Forum Kritik
Dozent
Gastreferenten der Zeitschrift GegenStandpunkt

Volksseuchen gehören in unseren Breiten der Vergangenheit an. Die Natur als Krankheitsursache ist weitgehend ausgeschaltet. Weniger sind die Krankheiten darüber nicht geworden. Die große Masse leidet heute an sogenannten Berufs- und Zivilisationskrankheiten.
Was taugt eine Wirtschaft mit ihrer Berufswelt, die die Menschen eingestandenermaßen krank macht?